Nach einem Jahr Haltedauer bleibt der Gewinn steuerfrei — aber die Frist läuft für jeden Kauf einzeln. Bei einem Sparplan sind das zwölf Fristen pro Jahr. Dieser Rechner zeigt sie alle.
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Krypto zählt steuerlich als „anderes Wirtschaftsgut“. Verkaufst du innerhalb eines Jahres nach dem Kauf, ist der Gewinn ein privates Veräußerungsgeschäft nach §23 EStG und wird mit deinem persönlichen Steuersatz belastet. Nach Ablauf des Jahres bleibt er steuerfrei, egal wie hoch er ausfällt.
Der Tag der Anschaffung zählt dabei nicht mit. Ein Kauf vom 15. März 2025 ist ab dem 16. März 2026 frei. Wer innerhalb des Jahres verkauft, hat eine Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr — und das ist eine Grenze, kein Freibetrag: Ein Euro darüber macht den gesamten Gewinn steuerpflichtig.
Wer monatlich kauft, sammelt monatlich neue Fristen an. Nach zwei Jahren Sparplan liegen 24 Anschaffungen vor, von denen jede zu einem anderen Tag frei wird. Die Frage „kann ich jetzt steuerfrei verkaufen?“ hat dann keine einfache Antwort mehr — sondern nur noch eine je Rate.
Beim Verkauf gilt in der Regel FIFO: Was zuerst gekauft wurde, gilt als zuerst verkauft. Das ist meist günstig, weil die ältesten Bestände die Frist am ehesten erfüllt haben. Wer also einen Teil verkaufen will, greift rechnerisch zuerst auf die steuerfreien Anteile zu.
Wie lange muss ich Bitcoin halten, damit der Gewinn steuerfrei ist?
Ein Jahr. Liegt zwischen Anschaffung und Verkauf mehr als ein Jahr, ist der Gewinn nach §23 EStG steuerfrei — unabhängig von der Höhe.
Gilt die Haltefrist für mein ganzes Portfolio?
Nein, für jeden Kauf einzeln. Jede Anschaffung hat ihr eigenes Datum und damit ihre eigene Frist. Bei einem monatlichen Sparplan entstehen so zwölf verschiedene Fristen pro Jahr.
Ab welchem Tag genau ist der Gewinn steuerfrei?
Der Tag der Anschaffung zählt nicht mit. Wer am 15. März 2025 kauft, kann ab dem 16. März 2026 steuerfrei verkaufen.
Was passiert, wenn ich innerhalb des Jahres verkaufe?
Dann ist es ein privates Veräußerungsgeschäft. Für Gewinne daraus gilt eine Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr. Wird sie überschritten, ist der gesamte Gewinn steuerpflichtig — nicht nur der Teil darüber.
Werden meine Eingaben gespeichert?
Nein. Die Berechnung läuft vollständig im Browser. Es werden keine Daten übertragen und nichts gespeichert.
Keine Steuerberatung. Der Rechner bildet die allgemeine Regel nach bestem Wissen ab und ersetzt keine Beratung im Einzelfall. Sonderfälle wie Staking, Lending oder gewerblicher Handel können die Frist verändern. Frag im Zweifel eine Steuerberaterin oder einen Lohnsteuerhilfeverein.